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Ringvorlesung im Sommersemester 2022

"Am Puls der Zeit - Medizin solidarisch denken"

Anmeldung

für Medizinstudierende in Köln als Wahlblock wählbar: Anmeldung in KLIPS 2.0
- Klinik:
unter WPB Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin
- Vorklinik: unter WPB Medizinische Psychologie
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für Studierende, die die Veranstaltung über Studium Integrale belegen
- Suche über "Lehrveranstaltung": 15045.0011 22S Wahlblock "Am Puls der Zeit - Medizin solidarisch denken"
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für alle weiteren Interessierten: Anmeldung über das Kontaktformular unten
- für weitere Fragen meldet euch gerne per Mail

Kontaktformular zur Anmeldung für die Ringvorlesung im Sommersemester 2022

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Wichtige Infos:

  • Die Ringvorlesung wird durch Gebärdensprachdolmetscher*innen übersezt 
  • DIE RINGVORLESUNG WIRD NICHT AUFGEZEICHNET

Organisatorisches:

  • die Vorträge finden alle mittwochs um 18:15 Uhr online über Zoom statt (Beginn: 20.4.22)
  • die Reflexionsräume finden mittwochs um 18:15 Uhr voraussichtlich in Präsenz statt (genauere Infos werden bei den Vorträgen bekannt gegeben; bei Interesse könnt ihr uns sonst auch gerne eine Mail schreiben)

"Solidarität – ein großes Wort, das während der Pandemie häufig gefallen ist. Doch was steckt dahinter? Und wie kann Solidarität im Gesundheitswesen aussehen?

In unserer Ringvorlesung „Am Puls der Zeit – Medizin solidarisch denken“ beschäftigen wir uns mit verschiedenen gesundheitspolitischen Themen: Wir werfen einen kritischen Blick auf die Strukturen, die uns im medizinischen Alltag begegnen und beschäftigen uns mit gesundheitlicher Teilhabe von Gruppen, die in diesen Strukturen zu kurz kommen oder gar nicht mitgedacht werden. Gemeinsam mit euch möchten wir neue Wege und Perspektiven erarbeiten.
Denn wir sind überzeugt: Wir können und müssen Medizin solidarisch und politisch denken.

Die Ringvorlesung wird von der Hochschulgruppe „Kritische Medizin Köln“ organisiert, die auch Teil des Netzwerks Antidiskriminierung an der Uniklinik Köln ist. Durch die freundliche Unterstützung des Prodekanats für akademische Entwicklung und Gender der Uniklinik Köln ist die Ringvorlesung als Wahlblock am Curriculum angebunden."


 

Zu den Vorträgen

20.4.22
"Fehler im System? Die Ursachen der 'Reproduzierbarkeitskrise' biomedizinischer Forschung" von Isabelle Bartram (Gen-ethisches Netzwerk e.V.)
Wie ein profitorientiertes Publikationswesen, prekäre Arbeitsbedingungen und finanzielle Interessenkonflikte die Qualität von biomedizinischer Forschung beeinträchtigen und was Lösungsansätze sein können.

27.4.22
"Suchterkrankungen aus Betroffenenperspektive" von Dirk Schaeffer (Deutsche Aidshilfe)

Im Mittelpunkt des Beitrags und der Diskussion soll das Arzt-Patient*innenverhältnis in der ambulanten Behandlung von Menschen mit Suchterkrankungen stehen. Wie vollzieht sich die Einbeziehung dieser Patient*innen in die Therapieziele einer Langzeitbehandlung wie z.B der Opioid gestützten Substitution? Welche Folgen hat der Sonderstatus der Substitutionsbehandlung auf das Verhältnis von Arzt und Patient*in? Wie wird mit dem Wunsch nach Rauscherleben umgegangen? Reicht es aus, Suchterkrankungen vorrangig medizinisch zu behandeln? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen des Seminar diskutiert werden.

11.5.22
" 'Diagnose' Asexualität? Wie acefeindliche Pathologisierung unser normatives Verständnis von Sexualität verstärkt" von Pancake (Aces NRW - Asexuelle Aufklärungsarbeit)

Diskriminiert, (psycho-)pathologisiert, medikalisiert - und doch vermeintlich unsichtbar? Wer über Asexualität spricht, findet sich mit einer Vielzahl von gesellschaftlich verfestigten Stereotypen und queerhistorischer Vernachlässigung konfrontiert. Ein Überblick zur tiefgreifenden Acefeindlichkeit in der medizinischen Forschung kann uns dabei aufzeigen, warum unser Verständnis von antiasexueller Unterdrückung, besonders in der Kontextualisierung von Queerfeindlichkeit und Gesellschaft, umgedacht werden muss.

25.5.22
"Queer und Alter - Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Pflegelandschaft" von Lina Pelzer (Projekt "Queer im Alter")

In einer auf die heterosexuelle und binäre Lebenswelt ausgerichtete Pflegelandschaft finden die speziellen Biografien und Bedürfnisse queerer Menschen selten Berücksichtigung. Denn trotz gesellschaftlicher Veränderung und wachsender Sichtbarkeit wird geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Pflege kaum thematisiert. In diesem Vortrag wird die Situation queerer Menschen in der Pflege beleuchtet und dargestellt, wie sich die Pflegelandschaft aufstellen sollte, um queeren Menschen gerecht zu werden.